Ein
Grundkonzept meiner Arbeit besteht darin, die Bilder in einem Arbeitsprozess
zu entwickeln. Nichts steht von vornherein fest. Jedes Bild wird in
der Auseinandersetzung mit der Leinwand, der Farbe zum Abenteuer und
Wagnis. Es wird beobachtet, gefeilt, verworfen, vernichtet und gerettet.
Das Ganze ist unmittelbar verbunden mit immer wiederkehrendem Scheitern
und Neubeginn. Es gilt, den Punkt zu finden, wo sich die Arbeit zu einer
sinnvollen Einheit verdichtet, die eine Idee in sich trägt und
diese auch ausstrahlt. Es gilt, innere Visionen, Stimmungen, existentielles
Empfinden, oft die pure Energie sichtbar und fühlbar werden zu
lassen.
In
jedem Werk stellt sich dieselbe Herausforderung: Wieder eine neue, bisher
noch nicht existente Wirklichkeit zu schaffen, etwas neu zu formulieren,
außerhalb des Bildes oft nicht sichtbar, aber fühlbar.
Ich
wende mich damit auch direkt an die emotionale Erlebniswelt des Betrachters,
der sich in dieses vielfältige Kräftespiel integrieren kann.
Es erfordert auch vom Betrachter, sich auf einen Prozess mit dem Bild
einzulassen, will er sich dem Wesen des Bildes und damit verbunden vielleicht
auch seinem eigenen Wesen nähern.
"Meine
Bilder stellen sich dar wie das Leben selbst, unschuldig begonnen, lebhaft,
fragen aufwerfend, antworten schuldig bleibend, veränderbar, von
Ereignissen gezeichnet, Spuren hinterlassend..."